Oktober 2025
5.+6. Oktober/ TAG 1+2
Am 6. Oktober sind wir voller Freude von Zürich bzw München abgeflogen, voller Freunde unsere Freunde und Mitarbeiter in Galati wiederzusehen und unseren Shelter zu besuchen. Wir sind spät Abends ankommen, aber das hinderte uns (Nadine, Cornelia und Regina aus Deutschland von Freunde für Strassenhunde) aber natürlich nicht daran, Ana und Ion zu treffen, um unser Wiedersehen zu feiern.



So dauerte also unsere Vorfreude auf all unsere wunderbaren Schützlinge einen Tag länger. Jamie - unser Security shelter Dog - stand schon mal als erster bereit. Jamie nimmt seine Aufgabe, die er sich übrigens selber gegeben hat, sehr ernst. Ihm entgeht nichts, er hat alles unter Kontrolle und ist uns ein so guter, liebevoller Freund. Vor 2.5 Jahren hatte Ana ihn im strömenden Regen an der Autobahn gefunden. Im Zwinger hat er es von Anfang an nicht ausgehalten, dann hatten wir ihn Tag und Nacht frei im Auslauf, aber auch das hielt er nicht aus. Seit langem ist er nun ganz frei und bewacht unser Tierheim und alles was dazu gehört. Auch wenn Jamie sehr den Menschen zugetan ist, gefällt ihm das Leben so am allerbesten, er kann tun und lassen was er will – das ist einfach Jamie
Vor kurzem hat unser Ion einen kleinen ausgesetzten Zwergpinscher gefunden, auch der liess uns nicht aus den Augen. So einen winzig kleinen Hund hatte Nadine noch nie in den Händen gehabt. Chip – wie der kleine Wutzel nun heisst – ist Nachts aber bei Ana und Ion zuhause (natürlich im Bett, der hat alles und jeden unter Kontrolle und wickelt jeden um seine Pfötchen).

Sehr viele unserer SternenTierchen kennen wir schon lange, manche schon an die 10 Jahre. Das liegt daran, dass wir - wenn wir Platz haben - jedes Tier in Not aufnehmen, ob das nun freundlich ist oder nicht, klein oder gross, alt oder jung ist. Manche kannten wir nun natürlich noch nicht persönlich, so freuten wir uns sehr auf das Wiedersehen und auf das Kennenlernen.
Wir kannten schon die Wetterprognose für die Woche und die sah gar nicht gut aus – es war sehr viel Regen gemeldet. So nahmen wir uns vor, gleich so viele Fotos wie möglich zu machen, denn der Regen fing schon in der zweiten Tageshälfte an.



Auch im einen Katzenzimmer, leben vier Katzen welche schon länger bei uns sind. Und sie sind wie immer sehr fröhlich und wir haben sie mit Freude bespasst. Nur Leila, eine extrem scheue Katze, haben wir nie in dieser Zeit zu Gesicht bekommen.




Wir kannten schon die Wetterprognose für die Woche und die sah gar nicht gut aus – es war sehr viel Regen gemeldet. So nahmen wir uns vor, gleich so viele Fotos wie möglich zu machen, denn der Regen fing schon in der zweiten Tageshälfte an.
Den halbwegs trockenen Tag nutzten wir auch gleich um unsere Hunde im Sanctuary zu besuchen. In der Zwischenzeit sind leider ein paar unserer alten Hunde dort gestorben und so ist es leerer geworden. Diese traumatisierten Hunde, geniessen die Ruhe und den Platz, das ist für uns ein sehr gutes Gefühl.



7.+8.0ktober 2025 / TAG 3+4
Am dritten Tag unserer Reise gab es ein sehr trauriges Erreignis. Unsere liebe Betty ist gestorben. Betty war eine traumatisierte Hündin, die bei uns ein Zuhause hatte. Sie lag im Sterben, als wir in Galati angekommen sind und auch eine Einlieferung in die Tierklinik am nächsten Tag konnte das Endgültige nicht mehr aufschieben. Sie kam zu uns als ein abgemagertes Skelett im März 2020 und wurde in den Jahren darauf eine wunderschöne, starke Hündin. Mit einer sehr starken Persönlichkeit, hat sie unerbittlich ihren Rang mit den anderen Hunden ausgefochten und wurde dadurch nicht vermittelbar. Sie hat Ana und Ion geliebt und ist bei uns von einer kranken und gebrochenen Seele zu einem fröhlichen, kämpferischen und gewitzten Hund erblüht. Wir werden dich vermissen, liebe Betty!



An ihre Stelle trat bereits am nächsten Tag ein neuer Hund mit seiner tragischen Geschichte.
13 Jahre lebte er als Strassenhund beim Musiktheater in Galati, versorgt zusammen mit 12 weiteren Hunden von einer Tierschützerin. Beschuldigt, jemanden gebissen zu haben, wurde er von den Hundefängern eingefangen und in ihrem Hundelager eingesperrt.
Die Tierschützerin hat sich sehr stark für ihn eingesetzt und um einen Platz für ihn bei uns gebeten. Er hätte sonst in seinem hohen Alter in den überfüllten Zwingern unter den vielen grossen und starken Hunden nicht überlebt. So trat Capot in unserem Leben. Gebrochen nach zwei Wochen im staatlichen Shelter Ecosal und traurig, seine Freiheit verloren zu haben. Hoffentlich wird er bald merken, dass ihm gutes Futter und viel Liebe bei uns sicher sind.


Die Wetterprognose hat sich leider als sehr treffend erwiesen. Die nächsten drei Tage gab es nicht nur Dauerregen, sondern auch viel Wind. Trotzdem haben wir so gut es ging probiert, bei unseren Hunden und Katzen zu sein, sie zu beurteilen und sie für unsere Paten zu fotografieren.


Auch Aufgrund des starken Unwetters kamen an unsere kleine Kastrationskampagne nicht so viele Leute wie erhofft. Aber immerhin waren es 8 Katzen und 4 Hunde, die den Weg zu uns geschafft haben und nun ein besseres Leben haben werden



9.+10.oktombrie 2025 / TAG 5+6
Ein paar gefühlte Sonnenstrahlen hat eine herzliche Begegnung mit sich gebracht. Wir haben zum ersten Mal Nela «mit den vielen Katzen» persönlich kennengelernt. Unsere Unterstützung erlaubt ihr, ihre Tiere zu ernähren und sie wollte heute ihre Dankbarkeit persönlich zum Ausdruck bringen.

In diesen Tagen haben wir viele Gespräche über die Infrastruktur in unserem Shelter geführt. Wir machten viele Pläne für Bauten, um das Leben unserer Tiere zu verbessern.
Ein grosses Problem quält uns aber seit Jahren und blieb auch dieses Mal ungelöst. Das Wasser, das bei starkem Regen den alten Teil unseres Shelters überflutet und nicht abfliessen kann. Dafür gibt es eine geologische Erklärung (viel Wasser im Untergrund) und auch eine geographische (der Boden fällt in der falschen Richtung ab). Wir sind in dieser Hinsicht machtlos und frustriert, dass keine Lösung gefunden werden kann.








10.OKtober 2025 / TAG 7

Nach einer Woche in Galati kam die Zeit «Auf Wiedersehen» zu sagen, auch dieses Mal gefühlt viel zu früh. Bei versöhnlichem Wetter mussten wir uns von unseren Freunden Ana, Ion und Corina verabschieden. Bleibt gesund und bis zum nächsten Mal!
Ein grosser Dank von Herzen an alle, die uns aus den fernen Schweiz und Deutschland unterstützen und ein grosser Dank an Ana und Ion für ihre wertvolle, liebevolle und verantwortungsvolle Arbeit!
