März/ April 2018

29. März 2018 / TAG 1

Gleich nach unserer Ankunft in Bukarest, haben wir ein Auto gemietet und sind zu Gabriela gefahren die in der Nähe von Targoviste lebt. Wir unterstützen Gabriela nun seit längerem, sei das mit Futter, Tierarztkosten oder Infrastruktur. Bei ihr leben 40 Hunde, 7 Katzen und sie versorgt viele Strassenhunde mit Futter und Medikamenten oder kastriert sie. 

 

 

 

 

 

 

 

 

                       

Ausserdem leben 5 von unseren scheuen Oldies bei ihr Lilli, Cindy, Nora, Nico (Bub) und Mädchen, welche dort ein dauerhaftes Zuhause haben. Wir haben uns sehr gefreut alle Seelchen wieder zu sehen und sie sehen richtig gut aus. Teilweise waren sie vorher ewig im Shelter, wo sie fast nur in der Hütte gelebt haben.

 

Heute ist für sie alles anders, keiner muss sich mehr in der Hütte verstecken und für einen Schmelzkäse, lassen sie sich sogar von Gabriela anfassen. Das Sorgenkind ist «Mädchen», denn sie hat neben Hauttumoren auch noch Diabetes. Gabriela muss ihr täglich den Blutzucker messen und Insulin spritzen.

             

 

Wer uns ein bisschen verfolgt, der kennt auch noch die Geschichte von Urso, den wir beim letzten Mal verletzt gefunden haben und operieren liessen. Oder die Rollihunde, deren Leben wir mit Hilfe unserer Spender verbessert haben mit Rolli, Gehege und sehr grossem Hundehaus.

 

                    

 

 

Oder Billa aus dem Bankomathäuschen, deren Freund Gipsy leider verstorben ist und sie so schrecklich trauern musste. Sie alle zu sehen war eine Wohltat.

 

                    

 

Gabriela und ihr Mann sind voll berufstätig, trotzdem kümmern sie sich tagtäglich wundervoll um all die Tiere

und vergessen auch die auf der Strasse, welche so dringend Hilfe brauchen, nicht. Ihre kleine Wohnung ist auch voll in Beschlag genommen.

 

          

 

Das war schon mal ein guter Tag für uns, wir konnten uns wieder von viel gutem überzeugen. Morgen früh gehen wir nochmal zu den Hunden bevor wir nach Galati fahren. 

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30. März 2018 / TAG 2

Heute morgen gingen wir als allererstes in einen Zooladen um gutes Hunde- und Katzenfutter, Spielsachen und Bettli für Gabriela’s Hunde und Katzen zu kaufen. Nach einer nicht nur gefühlten, sondern wirklichen Ewigkeit  an der Kasse, konnten wir endlich losfahren.

                 

Als wir bei Gabriela ankamen, wartete sie schon mit einer kleinen Hundehorde draussen, die uns freudig begrüsste. Nun hatten wir ein wenig mehr Zeit als gestern und wir haben uns alles nochmal angeschaut und fotografiert, die Hunde beobachtet und über weitere Verbesserungen gesprochen. Wir wollen grössere und stabilere Hundehütten machen sowie einen Sonnenschutz.  

 

Mit eurer Hilfe, liebe Unterstützer, konnte schon so viel gemacht werden. Auch die Rollihunde fühlen sich sehr wohl, sie haben ja auch fast ein kleines Wohnzimmer. Gabriela hat erzählt, dass sie mal ganz kaputt von der Arbeit nachhause kam, sich kurz zu ihnen hinlegen wollte und dabei ist sie eingeschlafen.

 

                    

 

Dann trafen wir den kleinen, total abgemagerten Hund mit Demodex, der gerade kurz zuvor das Huhn von den Nachbarn gerissen hatte. Da das Schicksal solcher «Räuber» quasi besiegelt ist, haben wir ihn mitgenommen und er konnte in das Gehege von unserem kleinen Altersheim, wo er sich erstmal das Bäuchlein vollgeschlagen hat.

 

                    

 

Gabriela ist uns allen extrem dankbar für die viele Hilfe die sie für die Tiere bekommt und lässt herzlich danken. Sie setzt sich wirklich mit Leib und Seele ein und macht für alle das Beste was möglich ist.

 

         

 

Dann ging es in Richtung Galati, leider dauerte die Fahrt dann doch 5 Stunden und es war zu spät um in unseren Shelter zu gehen. Heute Abend trafen wir dann noch Corina, Dana, Atena von Help Labus und die Mädels von Metanoia zum essen. Morgen haben wir einen sehr wichtigen Tag vor uns, denn wir haben 3 Bürgermeister Treffen wegen unseren Kastrationskampagnen. Und danach dann endlich in unseren Shelter. Wir freuen uns, denn dieser Tag kann nur positiv sein.

 

Kaum waren wir bei Gabriela weg, wurden in dem ehemaligen Bankomathäuschen, wo sie eine Futter- und Schlafstelle eingerichtet hat, 5 Welpen ausgesetzt. Einer ist bereits an Parvo gestorben. Die Welt ist einfach grausam. Es gibt nur eine Lösung gegen das Leid. Kastrieren.

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31. März 2018 / TAG 3

Heute war ein sehr erfolgreicher Tag. Wir hatten 3 Treffen mit den verschiedenen Rathäusern in der Gegend von Galati / RO.

Das erste war in Cuza Voda, diese Gemeinde kam nun neu dazu, um mit uns einen Kastrationsvertrag abzuschliessen, so wie wir bereits mit Schela und Slobozia einen haben.

 

                    

Wir kastrieren mit unserer sehr kompetenten Tierärztin Lauren Ritta Florea kontinuierlich die Tiere, die Gemeinde finanziert dafür die Tollwutimpfung, sorgt dafür, dass die Besitzer ihre Tiere kastrieren lassen und die Tierhalter bezahlen den Chip welche nachher registriert werden. Wir waren beim Bürgermeister Zuhause eingeladen und wurden gleich noch verköstigt.

 

 

 

Die nächste Station war Slobozia, wo wir bereits vor 3 Monaten mit dem Kastrationsprogramm angefangen haben. Wir haben besprochen, ob mehr Unterstützung der Gemeinde möglich ist, in Bezug auf Abholungen und Nachhause bringen der Tiere, denn damit verliert Ritta sehr viel Zeit.

 

                    

 

Schliesslich fuhren wir nach Schela, wir wurden sehr nett und äusserst gastfreundlich empfangen, das war wunderschön. Es wurde extra für uns gekocht und wir haben tolle Gespräche geführt (Dank unserer Cornelia, welche ja perfekt rumänisch spricht)

 

                    

 

Sie haben uns als erstes wissen lassen, dass sie sehr zufrieden sind mit der Zusammenarbeit und alles perfekt läuft. Wir möchten betonen, dass die Gemeinde Schela sehr viel dafür tut, die Menschen zum Umdenken zu bewegen, die Tiere einsammelt, zu Ritta, unserer Tierärztin und dann wieder nachhause bringt. Besser kann es gar nicht laufen. 

 

Übrigens sind alle 3 Gemeinden sehr sauber, man sieht keinen Abfall herumliegen wie an vielen anderen Orten und es gibt kaum streunende Hunde. Auch dies hat einen Zusammenhang, denn die Hunde müssen sich ja meist von Abfall ernähren. Wir besuchten noch die Praxis von Ritta und da hat sich auch schon einiges getan, seit wir das letzte Mal dort waren. 

 

          

 

Gegen Abend ging es dann endlich in unseren kleinen Shelter, den wir heute das Erste Mal gesehen haben (wir sind ja mit den Hunden im November umgezogen).

 

                    

 

Wir lernten endlich unsere Mitarbeiter persönlich kennen und sind begeistert. Die Hunde reagieren so toll auf sie und da sagt eine ganze Menge aus. Endlich nach langen Monaten haben wir unsere Schützlinge wiedergesehen, sie sind ein wenig dick geworden, aber sonst top in Form. Da wo wir jetzt sind, sind sie wirklich gut aufgehoben.

 

          

 

Auch manche sehr scheue Hunde, sind zu den Betreuern sehr viel entspannter als vorher. Morgen sind wir den ganzen Tag im Shelter und freuen uns auf die Fellnasen.

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1. April 2018 / TAG 4

Endlich konnten wir den ganzen Tag bei unseren Hunden sein und das war eine richtige Freude. Zu sehen, dass es allen gut geht (bis auf ein paar gesundheitliche Baustellen die es immer gibt), alles schön sauber und gut gepflegt ist und tolle Mitarbeiter zu haben, die wir nun endlich persönlich kennengelernt haben.

 

          

 

Es gibt einige Hunde, die vorher sehr, sehr scheu waren und nun eine ganz deutliche Wandlung gemacht haben. Sebi, Dana und Ion kümmern sich sehr gut um sie, die Hunde lieben sie und auch umgekehrt. Das ist so viel wert und wir sehen bei unseren Hunden eine deutliche Veränderung. Und auch die liebesbedürftigen haben nun endlich Zuwendung und Menschenkontakt den sie so sehr brauchen. Viele alte Hunde, die viel entbehrt haben, sind nun gut aufgehoben. Die Welpen haben sich super entwickelt,

sie sehen bombastisch aus und alle sind sehr gut sozialisiert.

             

Diese Fotos zeigen unsere ersten Eindrücke aus unserem Shelter und von unseren Hunden. Wir suchen für alle Hunde (bis auf die Angsthunde) dringend Pflegestellen in der Schweiz (auch mit Option Endplatz möglich).

 

          

 

Es wäre wunderbar wenn bald wieder Schützlinge von uns in ein besseres Leben ausreisen könnten und wir dann auch wieder neue Notfälle, von denen es in Galati tausende gibt, aufnehmen können.

                

 

Wenn ihr irgendwas über einen bestimmten Hund wissen möchtet, dann meldet euch. Unsere Hauptaufgabe ist Hilfe vor Ort und Kastrationen, dennoch wollen wir wenigstens einigen dieser wundervollen Geschöpfen ein Leben in der Schweiz ermöglichen.

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2. April 2018 / TAG 5

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Das war ein trauriger Tag, denn wir haben uns den Shelter von Help Labus angeschaut, wo wir unser kleines Tierheim angebaut haben. Wir kannten schon Fotos, weil wir ja immer mit Futter und anderem helfen und waren auf einiges gefasst, aber alles in real zu sehen ist nochmal was ganz anderes.

 

          

 

Um die 1000 Hunde die meist in kleinen Zwingern leben, welche alt und mit wenigen Mitteln zusammen gebaut sind, das Wasser steht überall und wenn es regnet oder gar im Winter, ist es noch viel schlimmer. Für uns war es irgendwie fast ein wenig  beschämend, dass wir gleich ein paar Meter weiter für unsere Hunde was tolles gebaut haben.

 

          

 

Nicht nur für die Hunde ist es erbarmungswürdig, sondern auch für alle Menschen die dort arbeiten, denn das sind wirklich sehr schwierige Bedingungen. Allen voran die Besitzerin Corina, welche seit 20 Jahren alles für die armen Seelen in Galati tut und nicht wie so viele, erst seit die Rettungsgeschäfte im 2013 in Rumänien angefangen haben.

 

                    

 

Wir können nur erahnen wie es Corina und ihrem Team tagtäglich geht, weil sie nichts an der schlimmen Situation ändern können, denn die Mittel fehlen immer und überall. Alleine schon die Verantwortung für so viele Hunde zu tragen, dass sie immer Futter haben, die Löhne zahlen und und und….das lastet ganz schwer auf ihr.

 

          

 

Sehr viele Hunde sind auch schon sehr alt und seit vielen Jahren im Tierheim. Die Situation ist enorm traurig und bedrückend. Wir haben schon einiges in Rumänien gesehen, doch dieser Anblick machte uns enorm traurig und wir müssen die ganze Zeit daran denken. Das einzige was diese Hunde haben und das ist extrem wichtig, und liebe Menschen die sich um sie wirklich gut kümmern und sie gern haben.

 

               

 

SternenTiere wäre nicht SternenTiere, wenn wir uns nur um unsere Tiere kümmern würden. Schon immer haben wir links und rechts geholfen, denn wir schauen niemals weg. Darum ist unser grosses Ziel, die Situation bei Help Labus zu verändern.

 

          

Das gibt zwar ein grosses Projekt, aber wir sind sicher, dass wir alle gemeinsam sehr viel schaffen. Wir müssen diesen Tieren und den Menschen helfen – unbedingt! Wir werden euch in Kürze das Projekt vorstellen.

 

Leider wieder auf dem Weg nachhause.

 

An einer Tankstelle holten wir noch einen Kaffee und dann kam gleich eine kleine, ältere Hündin angezottelt, ganz dünn und hungrig war sie, dazu auch noch säugend.

 

          

 

Futter hatten wir keines mehr, also holten wir Sandwiches, welche in minutenschnelle gefressen wurden. Sie schmiegte sich an uns und wollte einfach nur noch gestreichelt werden.

 

      

 

                             Bitte liebe Menschen, unterstützt Kastrationsprojekte, damit dieses Leid endlich weniger wird. 

                                            Auf Wiedersehen Rumänien, wir kommen so schnell wie möglich zurück!